28.02.2021

Advance

Für mehr Diversität auf Führungsebene

Die Kampagne «Let's Change the Face of Leadership» zeigt männlichen CEOs ihren weiblichen «Zwilling». Zudem werden Geschichten erzählt von Frauen, die es in die obersten Führungsetagen geschafft haben.
Advance: Für mehr Diversität auf Führungsebene
So sähe laut FaceApp Andreas Staubli, CEO PwC Switzerland, als Frau aus. (Bilder: Advance)

Das «Gesicht der Schweizer Wirtschaftsmacht» ist männlich. Daran haben 50 Jahre politische Mitsprache der Frauen wenig geändert. In den Chefetagen Schweizer Unternehmen sitzen grossmehrheitlich Männer. So findet sich unter den 50 CEOs im SMI Expanded gerade einmal eine Frau. Dabei verfügen Frauen gleichermassen über Führungspotenzial und -qualitäten wie Männer. Ausserdem führt Diversität zu mehr Ausgewogenheit und besseren Entscheiden. Advance, die Schweizer Organisation für mehr Frauen im Management, ruft daher auf: «Let's Change the Face of Leadership!» Es ist Zeit für mehr Diversität auf oberster Führungsebene, heisst es in einer Mitteilung.

Mit der verblüffenden Technologie von FaceApp zeigt Advance mutigen CEOs ihren weiblichen Zwilling. Entstanden sind erstaunliche Fotopaare, die dazu anregen, den Status quo zu hinterfragen. In Kurzinterviews stellen sich die Topmanager zudem der Frage: «Wäre ich als Frau beziehungsweise als nicht typisch männlicher Mann auch so weit gekommen?» Im Zentrum stehen dabei Reflexionen zum Einfluss von Stereotypen und überholten Rollenmustern auf Karrierewege.

«Geschlechterstereotypen sind im heutigen Arbeitsumfeld nach wie vor präsent und wirken sich negativ auf berufliche Optionen von Frauen aus. Damit riskieren wir letztlich einen Talentverschleiss, den wir uns als Wirtschaft und Gesellschaft nicht leisten können», wird Andreas Staubli, CEO PWC Schweiz, in der Mitteilung zitiert. «Deshalb ist es von grösster Wichtigkeit, unproduktive Denkschablonen zu erkennen und zu überwinden. Wann immer ich Stereotypen-Denken begegne, spreche ich das an. Und ich erwarte von meinen Mitarbeitenden, das auch zu tun. Denn als Führungskräfte stehen wir in der Verantwortung, positiven Wandel voranzutreiben», so Staubli.

Frauen erzählen von ihrem Weg

Weiter erzählen weibliche CEOs und Führungspersönlichkeiten unter dem Titel «How I Got Here» von ihren Erfahrungen auf dem Weg an die Spitze. Jeweils abgerundet werden die Interviews mit einem persönlichen Tipp für alle, die Lust und Willen haben, es nach oben zu schaffen.

«Mein Aha-Erlebnis in Sachen Gleichstellung war, als ich realisierte, dass es kaum Frauen in Führungsrollen mit P&L-Verantwortung gibt – Positionen, in denen man für Profit oder Verlust verantwortlich zeichnet. Das sind die tatsächlich einflussreichen Managementpositionen», betont Florence Schnydrig Moser, Designierte Leiterin Private Banking Zürcher Kantonalbank. Als wichtigen Tipp fügt sie an: «Die Partnerwahl kann sich nebst Qualifikation, Leistung und hoher Einsatzbereitschaft ganz entscheidend auf die Kariere einer Frau auswirken. Ohne Unterstützung im Rahmen einer gleichwertig geführten Partnerschaft kann es äusserst schwierig werden.»

Höhepunkt am Internationalen Frauentag

Die Kampagne läuft ab dem 1. März in den sozialen Medien. Sie greift die Frage nach Geschlechtergleichstellung anhand persönlicher Reflexionen und Geschichten auf. Mit einer Portion Humor und dem nötigen Ernst, wenn es darum geht, echte Chancengleichheit zu schaffen, wie es weiter heisst.

Den Höhepunkt feiert die Kampagne bewusst am Internationalen Frauentag vom 8. März am Advance Flagship Event: Wirtschaft, Politik und Bildung diskutieren, was es zu tun gilt, damit das «Gesicht der Schweizer Wirtschaftsmacht» tatsächlich vielfältiger wird. Unter den Referentinnen und Referenten sind unter anderem Yvonne Bettkober (Amazon), Esther Girsberger (speakers.ch), Robert Itschner (ABB) oder Michael Hengartner (ETH). Moderiert wird der Anlass von Esther-Mirjam de Boer (GetDiversity) und Arthur Honegger (SRF).

Die Veranstaltung findet von 14 bis 17 Uhr als interaktiver Live-Broadcast statt und ist dank Sponsoring offen für alle. (pd/cbe)



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