10.05.2021

GfK Switzerland

Sportmarkt trotzt Corona auf Vorjahresniveau

GfK blickt auf die Entwicklungen im Schweizer Sportmarkt 2020 und wagt einen Ausblick für 2021. Der Sportmarkt Schweiz (ohne Bike) trotzt der Pandemie und erreicht den Vorjahresumsatz. Dies ist umso eindrücklicher, als der Markt nach April 2020 noch rund 30 Prozent unter dem Vorjahr lag.
GfK Switzerland: Sportmarkt trotzt Corona auf Vorjahresniveau
Das Schneeschuhlaufen war einer der grossen Trends im letzten Winter. Dies half dem Sportmarkt, um umsatztechnisch auf Vorjahresniveau zu kommen. (Bild: pixabay)

Dank eindrücklicher Rallye mit fast monatlich zweistelligen Zuwachsraten wurde gegen Ende des Jahres 2020 die schwarze Null erreicht. Auffallend ist, dass es viele Geschäfte gab, die sehr gut und andere, die sehr schlecht liefen. Selten war die Schere grösser als im Jahr 2020. So schreibt GfK in einer Mitteilung vom Montagmorgen.

Generell sei dem Sportmarkt zu Gute gekommen, dass Schweizerinnen und Schweizer viel mehr ihre Zeit Zuhause verbrachten. «Work from Home», keine oder wenig Ferien im Ausland, weniger Auslandeinkäufe und viel weniger wurde auch das gastronomische Angebot genutzt – somit blieb viel mehr Zeit für Fitness, Sport und Gesundheit.

Gewinner und Verlierer im Schweizer Sportmarkt

Gewinner in diesem aussergewöhnlichen Jahr waren vorab Bereiche wie Fitness, Outdoor, Running, Stand-Up-Paddling oder im Winter Schneeschuhlaufen, Schlitteln oder Langlauf.

Verlierer indessen waren beispielsweise der Teilmarkt Bekleidung, der gesamte Teamsport und der Wintersport, vorab Ski Alpin und Snowboard samt Mietgeschäft. Kurt Meister, GfK-Experte im Bereich Sport, lässt sich wie folgt zitieren: «Gerade für die Spezialisten in Wintersport war die Entwicklung doppelt bitter, lag doch seit langem wieder früh und bis in tiefe Lagen ausreichend Schnee und hätte die Chance für einen erfolgreichen Winter geboten – nur eben waren die Ressorts nur mit massiven Einschränkungen oder gar nicht offen.»

Ein weiteres auffallendes Indiz für das Pandemiejahr war der florierende Onlineverkauf: Der Onlinehandel stieg 2020 um 50 Prozent. Im Hartwarenbereich hat sich der Umsatz gar verdoppelt. 2020 wurde jeder vierte Franken im Sportmarkt online ausgegeben.

Einen riesigen Boom erlebte auch der Velomarkt: Zum Vorjahr wurden knapp 40 Prozent mehr Velos verkauft, bereits jedes Dritte war ein e-Bike (Umsätze nicht in obiger Sportmarkt-Analyse enthalten). Und der Boom geht weiter. Lieferengpässe zeichnen sich bereits ab respektive sind schon Fakt.

Ausblick 2021

Mit dem neuerlichen Shutdown vom 18. Januar bis 28. Februar ist der Sportmarkt wieder sehr schwach ins neue Jahr gestartet. Dank der guten Verkäufe im März hat er sich bereits gut erholt.

Da die nächsten Monate wegen des Shutdowns nicht mit dem Vorjahr vergleichbar sind, wird erst nach Mitte des Jahres ein erster verlässlicher Trend erkennbar sein.

Wie sich der Markt bis Ende des Jahres entwickeln wird, hängt natürlich weiterhin vom Verlauf der Pandemie ab. Kurt Meister wagt einen Blick in die Zukunft: «Ohne erneuten Shutdown und mit einem ‹normalen› Wintergeschäft, mit der einhergehenden grossen Lust der Menschen auf Sport und Bewegung an der frischen Luft, darf man vorsichtig optimistisch sein. Das Potenzial für ein gutes Sportgeschäftsjahr ist zweifellos da.» (pd/lol)



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